© Gerhard Richter 2019 (18112019)
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Ratsbericht

Ratsbericht Gemeindevorstand Sils 2011 Nr. 3

 

Tourismus

Die von einer Oberengadiner Gemeinde vorgetragene Idee zur präventiven Schaffung eines Loipenfonds bei prekären Schneeverhältnissen wird ablehnend beantwortet. Der Vorstand vertritt die Meinung, dass besondere Verhältnisse besondere Massnahmen erfordern und gegebenenfalls kurzfristig über die Bereitstellung finanzieller Mittel entschieden werden soll.

Das Gesuch für die Unterstützung einer Kandidatur für die Durchführung des Langlaufanlasses „Tour de Ski“ wird trotz der grossen zu erwartenden Medienwirkung abgelehnt, da der Anlass in der bereits mit Veranstaltungen stark befrachteten Hochsaison stattfinden würde und nicht wie erwünscht eine  Belebung der Nebensaison bringen würde.

Gestützt auf die kommunale Uferverordnung wird ein Gesuch zur Aufnahme des Segelbetriebes bereits am 1. Juni abgelehnt. Der Segelsport ist in Sils gemäss Verordnung erst ab dem zweiten Juni-Wochenende erlaubt.

Der Gemeindevorstand unterstützt das Gesuch der Corvatsch AG, den Wasserweg zu den 6 Lejins ins Bünder Wanderwegnetz aufzunehmen und leitet es befürwortend an die Bündner Arbeitsgruppe Wanderwege zur Behandlung weiter.

Für die Veranstaltung Alpinathlon 2011 wurde die Streckenbewilligung für das Gemeindegebiet Sils erteilt unter dem Hinweis, dass keinerlei Markierungen mit Farbspray angebracht werden dürfen und andere Markierungen nach Veranstaltungsende zu entfernen sind.

Regionale Belange

Der Gemeindevorstand hat sich gegenüber dem Bau-, Verkehrs- und Forstdepartement geäussert, dass er bereit wäre, in einer breit abgestützten projektbegleitenden Kommission im Zusammenhang mit der Strassenverbindung Sils-Maloja mitzumachen.

Der Gemeindevorstand ist bereit, den Defizitbeitrag für die Jahre 2011 und 2012 für das unter Finanzierungsproblemen leidende Kulturarchiv Oberengadin auf je CHF 4‘500 zu verdoppeln. Er möchte verhindern, dass das Archiv zu einer festen Kreisinstitution mit staatlich garantierter finanzieller Alimentierung erklärt wird, weil dann haushälterisches Finanzgebaren erfahrungsgemäss eher schwindet.

Ortsplanung

Der Vorstand hat, wie bereits in dieser Zeitung publiziert, beschlossen, eine Planungszone (Bausperre) zu erlassen mit dem Zweck, die klassische Hotellerie zu fördern und Umnutzungen von Hotels in Zweitwohnungen und/oder Aparthotels oder dergleichen zu verhindern.

Baupolizei

Wiederum mussten diverse Hotels zur Abschaltung der Weihnachtsbeleuchtungen aufgefordert werden. Für eine permanente Beleuchtung ist ein Baugesuch zu stellen.

Das Baugeschäft H. Kuhn AG wurde angeschrieben und darauf hingewiesen, dass es gemäss Personaldienstbarkeitsvertrag den bisherigen Standort bis Ende 2011 zu verlassen hat. Es soll dem Gemeindevorstand darüber Auskunft geben, wie es die Aufgabe und den Rückbau plant.

Eine nicht näher konretisierte Voranfrage zur Einräumung eins Grenzbaurechtes in der Gewerbezone wurde zurückgewiesen. Der Gemeindevorstand weist darauf hin, dass man in der Vergangenheit mit solchen von der Gemeindeversammlung zu genehmigenden Dienstbarkeiten sehr restriktiv war. Er will ein solches Ansinnen erst anhand eines konkreten Projektes beurteilen.

Folgende Bauprojekte wurden in die Warteschlage für die Kontingentszuteilung Zweitwohnungsbau aufgenommen: Primule AG (Parz. 2793), Alf Fernau (Parz. 2863). Die aktuelle Übersicht ist jeweils auf der Gemeindehomepage (unter Infos A-Z, Kontingentierung) abrufbar.

Landwirtschaft:

Mit der Landwirtschaftskommission wurde die Wasserversorgung der Weiden auf Muott’Ota sowie die Errichtung eines Tretweges zur Mutterkuhweide auf der Alp Muot Selvas besprochen.

Eine Anfrage der Alp- und Sennereigenossenschaft zur touristischen Nutzung der Alp da Segl in den Wintermonaten wurde der Bürgergemeinde als Grundeigentümerin und der Landwirtschaftskommission als beratendes Organ des Gemeindevorstandes zur Stellungnahme unterbreitet.

Umwelt

In einer Besprechung mit der Arbeitsgruppe Silser Schwemmebene wurden die nächsten Schritte diskutiert, die in der Planung der Erstellung eines Holzsteges und des Rückbaus des seeseitigen Wanderweges bestehen. Nach der Umsetzung dieser Schritte wäre die Verlegung der Bootsplätze sowie der heutigen Brücke anzupacken. Am 3. Juli 2011 wird durch die Engadiner Naturforschende Gesellschaft eine Besichtigung für das Publikum angeboten.

Wasserversorgung, Abwasserentsorgung und Kehricht

Aufgrund der (schlechten) Erfahrungen der letzten Jahre entscheidet sich der Gemeindevorstand, die Grüngutsammelstelle beim Forstmagazin mit einer Videoüberwachung auszustatten.

Der Gemeindevorstand nimmt erfreut zur Kenntnis, dass sich die Tourismusinteressenz mit der Thematik der Küchenabfallverwertung beschäftigt und auch Alternativen zur heutigen Lösung prüft.

Öffentliche Bauten 

Die Probleme um die Holzschnitzelheizung im Schulhaus konnten immer noch nicht einer befriedigenden Lösung zugeführt werden. Die Kosten für die Behebung des letzten Störfalles im Februar belaufen sich auf CHF 6‘600.

Zwei frei werdende Gemeindewohnungen werden in der Engadiner Post und auf der Gemeindehomepage zur Vermietung ausgeschrieben.

Die Arbeiten für die Sanierung der Strasse Sils Maria wurden wie folgt vergeben: Baumeister: H. Kuhn AG CHF 194‘919, Belagsarbeiten: Walo AG CHF 171‘276, Sanitärinstallationen: Ch. Adank CHF 98‘715.

Diverses

Für das traditionelle Altjahreskonzert „Sinfonia“ wurde ein Beitrag gesprochen.

27.04.2011/MEU

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