Gemeinde Sils i.E./Segl

Gemeindeverwaltung
Sils i.E./Segl
Chesa Cumünela
Via da Marias 93
7514 Sils/Segl Maria

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Ratsberichte 2006

Ratsbericht Gemeindevorstand Sils 2. Semester 2006

Tourismus

Der Segelclub St. Moritz verfolgt im Rahmen des kantonalen Sportanlagenkonzepts „KASAK“ die Idee, beim Segelhafen am Silvaplanersee ein neues nationales Wassersporttrainingszentrum für Segler und Ruderer zu bauen. Im Winter könnte das Gebäude Langlaufinfrastruktur bieten und es wären auch weitere, für den Kurort als positiv bewertete Nutzungen denkbar. Der Vorstand unterstützte deshalb ein Subventionsgesuch bei den zuständigen Stellen von Kanton und Bund in grundsätzlicher Art, ohne seinerseits finanzielle Zusagen zu machen. Die Realisierung des Zentrums bedingte eine Neudimensionierung der Anschlüsse für Wasser und Strasse (inkl. Brücke über die Sela).

Der Vorstand setzte sich im Weiteren ein erstes Mal mit den infolge der Bildung einer Tourismuszentrale Engadin St. Moritz mutmasslich zu ziehenden Konsequenzen auseinander und er nimmt die Ausarbeitung eines neuen Gesetzes für Tourismusabgaben als Nachfolge zum Kurtaxengesetz an die Hand. Diskutiert wurden ferner mögliche Beitragsanfragen seitens der Furtschellasbahn.

Das Angebot an Winterwanderwegen und Loipen wurde im Auftrag des Vorstandes durch eine Gruppe mit Exponenten des Forstdienstes, der Jägerschaft, des Umweltschutzes und des Tourismus einer Prüfung unterzogen. Die Anträge der Gruppe wurden vom Vorstand beraten und teilweise erste Anpassungen für diesen Winter beschlossen. So soll kein Winterwanderweg mehr das Moor im vorderen Teil der Halbinsel Chasté queren. Der Winterwanderweg nach Vanchera soll eingestellt werden.
Die Gemeinde erstellte die Brücke der Marathon-Loipe über die Fedacla neu. Die Kosten belaufen sich auf gegen Fr. 30'000.–.

Dem Vorstand wurde von einem Privatmann ein Projekt vorgestellt, wie in der ehemaligen, im Zerfall begriffenen Unterkunft der Steinbrucharbeiter in der Gianda in der Val Fex ein kleines Museum über den Fexerplattenabbau eingerichtet werden könnte. Der Vorstand konnte sich trotz des orts- und arbeitsgeschichtlich sicher erinnerungswürdigen Themas angesichts der vielen auf die Gemeinde zukommenden Finanzierungsansprüche im Tourismusbereich nicht für eine finanzielle Beteiligung aussprechen.
Die Gemeinden Sils und Silvaplana mit ihren Tourismusbüros haben zugesagt, sich gemeinsam und mit einem Festzelt am Nordostschweizer Jodlerfest Ende Juni 2007 in St. Moritz-Bad zu präsentieren. Die Festwirtschaft im Zelt wird in eigener Regie von Gastwirten aus Silvaplana und Sils geführt. Es können sich weiterhin Vereine und andere Organisationen melden, die bereit wären, bei der Bewirtung mitzuhelfen. Allfällige Gewinne aus dem Bewirtungsbetrieb sollen den Betreibern und Helfern zufallen.

Strassen

Die Gemeinde Sils hat den Kantonsstrassenabschnitt der Dorfstrasse vom Dorfplatz vor der Chesa Cumünela bis zur Einfahrt des Parkhauses in ihr Eigentum zu übernehmen und damit zukünftig den Unterhalt voll zu tragen. Ausschlaggebend hierfür ist zum einen ein genereller Beschluss der Kantonsbehörden, dass Kantonsstrassen nur noch bis an den Schwerpunkt eines Dorfes geführt werden und zum anderen, der Umstand, dass Strassen mit Quartierstrassencharakter - einen solchen weist unsere Dorfstrasse mit der Pflasterung nach Sichtweise des Kantons auf - keine kantonalen Verbindungsstrassen darstellen.

Betreffend der Schneeräumung auf den Dorfstrassen wurde beschlossen, den Schnee so tief wie möglich bis auf den Belag wegzuräumen, bis hin zu einer Schwarzräumung, allerdings ohne jeglichen Salzeinsatz. Auch auf der Fexerstrasse soll so verfahren werden. So soll verhindert werden, dass später aufwändige Nachräumungen oder ein Wegkratzen von Eis erfolgen müssen. Die Anstösser dürfen nach Schneefall Schnee bis 8.30 Uhr in die Dorfstrasse stossen. Während mit dem Schneepflug die Dorfstrasse schon bisher ab den frühen Morgenstunden geräumt wurde, soll zukünftig auch auf einzelnen Parkplätzen und Zufahrten ab 7 anstatt 8 Uhr morgens mit dem Räumen begonnen werden.

Die Strassensanierung vor der Garage Giovanoli konnte mit einem Aufwand von rund 157'000 Fr. abgeschlossen werden, der Kostenvoranschlag und der Spezialkredit für das Vorhaben betrugen Fr. 165'000.–.

Verkehrskonzept/ Parkhaus Segl/Val Fex:
Der Vorstand prüfte auf Ersuchen aus Tourismuskreisen die Praxis des Blockierens von Autos im Dorf, die falsch geparkt werden, und legte die Handhabe zum Gemeindereglement über das Blockieren von Fahrzeugen im einzelnen neu fest.
Der Vertrag mit der Stadtbus Chur AG zum Betreiben des Ortbusses Sils wurde um ein weiteres Jahr erneuert.

Als neuer Parkhauswart und Stellvertreter des Gemeindepolizisten wurde Andrea Robbi angestellt. Er tritt die Nachfolge von Ugo Conte an.

Einmal mehr gelangte der Gemeindevorstand zum Schluss, die Parkhauskasse nicht zum Bezahlen der Parkgebühren mittels Kredit- oder anderer Karten einzurichten, da die für diese Zahlungen zu entrichtenden Kommissionen unangemessen hoch ausfallen würden. In der nahe gelegenen Filiale der Kantonalbank besteht eine Bargeldbezugsmöglichkeit für Parkhausbenutzer ohne Bargeld.

Ortsplanung

Ein Entwurf für ein revidiertes Gemeindebaugesetz liegt beim kantonalen Amt für Raumentwicklung in der Vorprüfung. Der Entwurf berücksichtigt die geänderten Vorgaben des übergeordneten, revidierten kantonalen Raumplanungsgesetzes und enthält insbesondere auch neue Vorschriften zur Erschwerung von Umnutzungen von Hotels. Der Vorstand hofft, die Vorlage im Verlauf des Frühlings zur öffentlichen Mitwirkungsauflage und anschliessend zur Abstimmung in der Gemeindeversammlung bringen zu können. Parallel soll auch die Vorlage über die Erweiterung der Gewerbezone behandelt werden.

Für die nächste Gemeindeversammlung (Datum noch nicht bestimmt) ist die Abstimmung über die Revision des Quartierplans Seglias vorgesehen.

Für das Projekt für den Bau eines Low-Budget-Hotels bei der Talstation der Furtschellasbahn wurde ein Planungsbüro mit der Beurteilung der planerischen Möglichkeiten und der Ausarbeitung einer Konzeptstudie beauftragt.

Zusammen mit dem Amt für Raumentwicklung Graubünden wird im übrigen, unter Abwägung der privaten Interessen und der Landschaftsschutzinteressen, evaluiert, welche Entwicklungsmöglichkeiten der Fraktion Plaun da Lej, namentlich den dortigen Gastronomiebetrieben, gewährt werden könnten.

Von Seite von Grundeigentümern der 2. Bauetappe des Quartiers Pas-chs wurde der Antrag auf Baufreigabe für die 2. Etappe gestellt. Der Vorstand prüft, ob er der Gemeindeversammlung, welche nach Quartierplanvorschriften hierüber zu befinden hat, den Antrag auf Freigabe stellen will.

Am weitesten gereift in Sachen Ortsplanung ist das Dossier “Beschneiungsanlagen Furtschellas“, das nach der Verabschiedung in der Gemeindeversammlung letzten September nur noch auf die Regierungsgenehmigung wartet.

Baupolizei

Aufgrund eines Rekursentscheids des Bündner Verwaltungsgerichtes kann die Villa Mira Margna nicht als eigentliches Hotel betrachtet werden und die Nutzung des Hauses als Wohnhaus ist deshalb rechtens.

In der Sache eines im letzten Ratsbericht erwähnten Baustops betreffend eines Objekts, das in Abweichung zur Baubewilligung ausgeführt wurde, erhielt die Gemeinde mit ihrer erlassenen Baueinstellungsverfügung vor Verwaltungsgericht recht, der Entscheid wurde aber weitergezogen und die Sache ist nun vor Bundesgericht hängig.

Bewilligt wurden u.a. folgende Bauvorhaben: W. Rominger, Abbruch und Wiederaufbau Veranda Chesa Grialetsch, Sils Maria; Th. Roelli, Balkontüre Ferienhaus Sils Baselgia; I. Radlach, Fenstereinbau Chesa Alvetern, Sils Maria; C. Silich, Innenumbauten und Fensterausbruch Chesa de Planis, Fex Platta; M. Eichelberg, Renovation Balkon Wohnhaus Fex Platta; H.U. Gantenbein, Lagerplatz Siloballen Sar Antoni; Reklametafel Kutschereibetrieb Coretti; Umbau Hotelzimmer Pensiun Privata; Einbau Pizzaofen und Anbau Kamin Restorant Survial; Errichtung Dachlukarne Hotel Seraina; TV-Aussenantennen Chesas Auricula, Arfex, Bartuns, Gianin und la Föglia .

Die Baubehörde bestätigte, dass, entsprechend dem Wortlaut des Gemeindebaugesetzes, Erstwohnungen in Sils nicht von Wochenaufenthaltern bewohnt werden können, sofern diese nicht bei einem Silser Arbeitgeber tätig sind.

Schule

Die neuen Schulräume bewähren sich im Unterricht. Nach erfolgtem An- und Umbau des Schulhauses wird nun auch der in verdankenswerter Art auf privater Basis organisierte Mittagstisch für die Kinder im Schulhaus selber abgehalten. Die neu eingerichteten, variabel unterteilbaren Schulräume im Untergeschoss des alten Schulhausteils werden aus schulbetrieblichen Gründen grundsätzlich nicht für ausserschulische Aktivitäten oder Aktivitäten ohne näheren Bezug zur Schule vermietet. Im Dorf bieten sich für nichtschulische Konferenzen der Pavillon der Alterswohngemeinschaft Chesa Fonio oder die offene Kirche an.

Auf Postulat von Fexer Eltern hin wird die Führung eines Schulbuses für im Tal wohnhafte Kinder geprüft.

Nach der auf nächstes Schuljahr hin beschlossenen Einstellung der Realschule in Silvaplana infolge zu kleiner Klassen, zeichnet sich ein Anschluss an die Realschule St. Moritz ab.

Diverses

Das 20 Jahre alte Tanklöschfahrzeug der Gemeinde Sils wurde vor seiner Einbringung im Feuerwehrverband Trais Lejs einer Generalüberholung unterzogen, die 20'000 Fr. kostete.

Der Vorstand hat auf Antrag der Verwaltung nach getätigter Evaluation beschlossen, auf nächstes Jahr den Anbieter für die Gemeindesoftwareapplikationen zu wechseln.

Der Gemeindevorstand sprach sich gegen eine generelle Einführung eines Leinenzwangs für Hunde im Dorf aus. Er befand, dass ein allfälliger genereller Leinenzwang nur im Rahmen der ganzen Region eingeführt werden sollte.
Für die Ausbildung von Lawinenhunden in der Region wird von der Gemeinde erneut ein kleiner Unterstützungsbeitrag geleistet.

Der Vorstand stimmte der von der Societéd da pas-cheders Segl vorgeschlagenen Erneuerung des mit ihr bestehenden Pachtvertrags aus dem Jahr 1965 für die Fischereirechte auf dem Silsersee und dem Lej Giazöl zu. Der Vertrag wurde den aktuellen Verhältnissen angepasst.

Für einen wöchentlichen Poulet-Verkauf diesen Winter ab einem Verkaufsstand auf dem Faineraparkplatz erteilte der Gemeindevorstand nach Prüfung, dass keine rechtlichen Hindernisse bestehen, wiederum die Bewilligung.

Um seinen Verpflichtungen aus dem Gesetz über die familienergänzende Kinderbetreuung nachzukommen, hat der Vorstand beschlossen, in den nächsten 5 Jahren weiterhin mit Defizitbeiträgen das Betreuungsangebot der „Kinderbetreuung Engadin“ mitzufinanzieren.

Vom Forstdienst wurde beim Segelzentrum am Ufer des Silvaplanersees mit finanzieller Unterstützung des kantonalen Sportamtes ein Spiel- und Fitnessparcours erstellt, der „Silvaparcours“.

Der Vorstand erklärte sich bereit, die Revierförsterausbildung eines Forstwartes des Forstdienstes Sils/Silvaplana mit einem Beitrag zu unterstützen.

Die Bauabrechnung für die Erweiterung des Forstwerkhofs, die mit einem Aufwand von rund 0.96 Mio. Fr., bei einem Kostenvoranschlag von 1.025 Mio. Fr., schliesst, soll der nächsten Gemeindeversammlung unterbreitet werden.

Sils, 14.12.2006/mr Der Gemeindevorstand

Ratsbericht Gemeindevorstand Sils 1. Semester 2006

Der Gemeindevorstand trat in seiner neuen Zusammensetzung seit Anfang Jahr bereits an 26
Sitzungen zusammen. Er nahm folgende Ressortverteilung vor:

Baupolizei, Raumplanung, Umweltschutz:
Attilio Bivetti, Präsident
Strassen-, Forstwesen, Alpen und Landwirtschaft:
Markus Moser, Vizepräsident
Wasserversorgung, Abwasser- und Kehrichtentsorgung:
Lucrezia Giovanoli
Polizeiwesen, öffentliche Bauten:
Noldi Clalüna
Finanzwesen:
Christian Meuli

Der Vorstand beriet u.a. folgende Geschäfte:

Forstwesen

Die seit Jahren bewährte Zusammenarbeit im Forstbereich mit der Gemeinde Silvaplana wurde auf Veranlassung der Geschäftsprüfungskommission in einer neuen Vereinbarung niedergeschrieben.

Vorstände und Kanzleiangestellte konnten sich an einer durch den Revierförster geleiteten abendlichen Waldbegehung von der professionellen und vielschichtigen Arbeit des gemeinsamen Forstdienstes überzeugen. Erstmals zu besichtigen war dabei die neue, bärenstarke Holzspaltmaschine, mit der effizient Brennholzstere gerüstet werden. Beim anschliessenden nächtlichen Kesseltreiben im Wald wurde die interkommunale Kooperation begossen, wobei sich die Silser Vertreter und Vertreterinnen etwas wasser- wie trinkfester als die Silvaplaner Kollegen erwiesen.

Der Vorstand nahm einen Bericht eines Wildbiologen zur Kenntnis, der zur Erkenntnis gelangte, dass im Oberengadin mit Vorteil keine Wildfütterung mehr vorgenommen würde, die Beachtung der Wildruhezonen dafür aber konsequent zu kontrollieren sei.

Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung, Kehrichtentsorgung

Im Verlaufe des Sommers oder Herbstes werden den Stimmbürgern neue Reglemente für die Wasserversorgung und die Abwasserentsorgung sowie die Kehrichtbeseitigung unterbreitet werden, nachdem die bisherigen Reglemente mit ihrer Gebührenstruktur nach gerichtlicher Feststellung nicht konform mit dem Verursacherprinzip nach Umweltschutzgesetz sind. Die ständige Bevölkerung und die Hotellerie werden tendenziell stärker zur Kasse gebeten werden müssen.

Den Ferienhauseigentümern in der Erhaltungszone Buaira wurde die Baubewilligung erteilt, für ihre Häuser eine Kleinkläranlage zu bauen. Die Abwasserbeseitigung bei einem Wasseranschluss hat in den Erhaltungszonen, wie die Errichtung der übrigen Infrastrukturen, auf Kosten der Hauseigentümer zu erfolgen.

Wie schon zuvor in Grevasalvas und Buaira konnte nun auch in Blaunca ein Schacht für die Löschwasserreserve eingerichtet werden.

Die Abdichtung eines undichten Wasserexpansionsbeckens in der Kläranlage am Silvaplanersee, das für das Auftauchen der Abwasserseeleitung im Mai verantwortlich sein dürfte, verursachte zusammen mit der Wiederabsenkung der Leitung Kosten von gegen Fr. 40'000.–.

Die Ursache für die im Juni festgestellte temporäre Verschmutzung an der Seeoberfläche, über die in den Medien berichtet wurde, konnte das Amt für Umwelt Graubünden nicht eruieren. Festgestellt wurde ein erhöhter Phosphor-Ammonium-Gehalt, was auf Dünger oder Fäkalien hindeuten könnte, unter Umständen könnte die Verschmutzung mit einem Pollenflug und den relativ hohen Temperaturen im Zusammenhang stehen. Die Abwasserseeleitung wies keine Undichtigkeit auf.
Der Vorstand fasst ins Auge, die Kehrichtsammlung auf öffentlichen Sammelstellen teilweise auf das kostensparende System mit so genannten „Molok-Containern“, die zum grössten Teil im Boden eingelassen sind und eine Verschlusshaube mit Einwurf aufweisen, umzustellen. Die Überlegungen für mögliche Standorte für eine neue zentrale Sammelstelle für Sils Maria dauern an, geplant ist die Errichtung für 2007.

Finanzwesen

Ein Bericht einer Grossbank kam zum Ergebnis, dass die Finanzlage der Gemeinde bis auf die ziemlich hohe Schuld pro Einwohner gesund ist. Die Bank empfiehlt Zurückhaltung bei den Nettoinvestitionen. In Sils sei als positiv die gute Entwicklung der Einwohnerzahl zu vermerken und die relativ junge Altersstruktur der Einwohner.

Es wurde ein Bankdarlehen von 1.6 Mio. Fr. zur Refinanzierung aufgenommen.

Die Gemeinde hat ihre letzten anteilsmässigen Beiträge zur Sanierung und Ermöglichung der Verselbständigung der kantonalen Pensionskasse geleistet. Insgesamt wurden Fr. 291'000.– von Sils aufgewendet. Der Kasse sind in Sils die Lehrkräfte angeschlossen.

Verkehrswesen

Leider wird sich beim Bau des neuen Verkehrskreisels eine Budgetüberschreitung in der Grössenordnung von ca. Fr. 140'000.– (ca. 18%) ergeben.

Die Kosten für die Pflästerung des Fusswegs von der Chesa Sulagl zur Puntetta beim Kassahaus des Parkhauses beliefen sich auf rund Fr. 56'000.–.

Die Sanierung der Strasse in Crasta soll im September abgeschlossen werden. Es wird mit Kosten von nicht ganz ½ Mio. Fr. gerechnet.

Es wurden Vorabklärungen zur Einführung einer Geschwindigkeitsbeschränkung von 30 km/h im Dorf getroffen und voraussichtlich für das kommende Jahr wird über die Einführung befunden werden. Die Einführung wird vom Vorstand grundsätzlich befürwortet.

Was den öffentlichen Regionalbusverkehr angeht, hat sich im Vorstand die Erkenntnis gefestigt, dass das Resultat der durchgeführten Befragungen bei der Bevölkerung vor einigen Jahren gezeigt hat, dass der Busverkehr nicht so sehr stört wie der Individualverkehr und dass bei einer Verbannung des Busverkehrs neben Zusatzkosten für die Gemeinde infolge der nötigen Einführung eines ganzjährigen Ortsbusses Nachteile für den anreisenden Gast entstehen würden. Der Gemeindevorstand kam zum Schluss, dass der regionale Busverkehr weiterhin durchs Dorf geführt werden soll.

Im Parkhaus wurde zu ca. Fr. 30'000.– eine neue Videoüberwachungsanlage mit digitaler Aufzeichnung installiert, die neu farbige und deutlichere Bilder wie bisher liefert. Die ersetzte Anlage war kaum mehr brauchbar.

Gemeindeliegenschaften

Die Erdgeschosswohnung in der Chesa Puntetta wurde einer einheimischen Familie neu vermietet. Eine Wohnung in der Chesa Fora wurde dem neuen Verwaltungsangestellten vermietet.

Das Dach der Alp da Segl wurde zu rund Fr. 95'000.– erneuert.

Der Um- und Anbau des Schulhauses Champsegl steht vor dem Abschluss und die neuen Lokalitäten sollen auf Beginn des kommenden Schuljahres bezogen werden. Das Budget sollte eingehalten werden.

Ortsplanung

Wenn möglich noch für dieses Jahr sind Abstimmungsvorlagen für eine umfassende Revision der Grundordnung mit Baugesetz und Plänen (u.a. Einschränkungen Hotelumnutzungen, Erweiterung Gewerbezone, Genereller Gestaltungsplan Val Fex, Beschneiung Furtschellas) geplant. Ebenso vors Volk gelangen soll die Vorlage zur Revision des Quartierplans Seglias.

Der Gemeindevorstand sprach sich zudem befürwortend für die Schaffung der planerischen Voraussetzungen für den Bau eines Low-Budget-Hotels durch die Furtschellasbahn bei ihrer Talstation aus. Dazu liegt ein grundsätzlich positiver Vorprüfungsbescheid des kantonalen Amtes für Raumplanung vor.

Der Vorstand fand die bereits auf kommunaler Ebene in Kraft gesetzte Kontingentierung für den Zweitwohnungsbau kompatibel mit der Abstimmungsvorlage des Kreises Oberengadin für einen entsprechenden Richtplan.

Baupolizei

Mit dem Inkrafttreten des revidierten kantonalen Raumplanungsgesetzes hat die Gemeinde Sils für verschiedene in einem Katalog in Art. 40 der kantonalen Raumplanungsverordnung aufgeführte Bauvorhaben geringerer Tragweite ein etwas vereinfachtes Baubewilligungsverfahren, das so genannte Meldeverfahren, eingeführt. Bei diesem wird insbesondere auf die Ausschreibung und die Profilierung verzichtet.

Bewilligt wurden u.a. folgende Bauvorhaben: R. Coninx, Gartenpavillon mit Veranda Chesa Cadisch, Sils Maria; Hotel Margna Wellnessanlage und Umbau Chesin, Sils Baselgia; Neueindeckung Dach und Änderung Dachlukarnen Pensiun Chastè, Sils Baselgia; Dres. Böhm, Umbau Ferienhaus Bellavista, Sils Baselgia; W. Rominger, Umbau Chesa Grialetsch, Sils Maria; A. Gilly, Errichtung Stützmauer Chesa Muot Marias; C. Silich, Ausbau Estrich Chesa de Planis, Fex Platta; R. Testa, Stallausbau Blaunca.

Wegen Ablehnung zweier Abänderungsgesuche zu einem bewilligten, aber infolge Abweichung von der Baubewilligung mit Baustop belegten Bauvorhaben sind zwei Rekurse vor Verwaltungsgericht anhängig gemacht worden.

Nachdem aus formellen Gründen während des Bestehens einer Planungszone für Hotelumnutzungen die Zulässigkeit zum Erlass einer Auflage der Gemeindebaubehörde zur Nutzung der Villa Mira Margna als Hotelbaute vom Verwaltungsgericht verworfen wurde, erliess die Baubehörde eine entsprechende Feststellungsverfügung, die zur Klärung führen soll, ob das Objekt als Hotel anzusehen ist und nur über ein Umnutzungsgesuch umgenutzt werden kann. Diese Verfügung bildet Gegenstand eines neuerlichen Rekurses.

Diverses

Die für die jährliche Bearbeitung des Massnahmenkatalogs zum Leitbild Sils bestimmte Kommission aktualisierte erstmalig den Katalog zum neuen Leitbild.

Der Vorstand beschäftigte sich wiederholt mit der durch den Kreisrat in Auftrag gegebenen Studie zur Schaffung einer zentralisierten, schlagkräftigen Marketingorganisation für das Oberengadin, die eine Neuausrichtung und Redimensionierung der lokalen Tourismusorganisationen zur Folge hätte.

Das Gemeindepolizeiauto wurde durch ein Occasionsfahrzeug ersetzt.

Nach einer Stellungnahme der kantonalen Gefahrenzonenkommission vom vergangenem Mai drängen sich am Hang oberhalb Baselgia keine zusätzlichen Lawinverbauungen auf, die Ausscheidung der Gefahrenzonen erweist sich als sachgerecht.

Es musste verschiedentlich in Erinnerung gerufen werden, dass das Gemeinschaftsgrab auf dem Friedhof Baselgia nach Friedhofreglement explizit nicht für das Aufstellen von Grabschmuck bestimmt ist.

Als 1.-Augustredner konnte der Herausgeber der Architekturzeitschrift „Hochparterre“, Köbi Gantenbein, gewonnen werden.

Zu rund Fr. 12'000 wurden vier neue Sitzbänke in ansprechendem Design für die Promenade zwischen Sils Maria und Baselgia angeschafft.

Der Brunnen neben der im Wiederaufbau begriffenen Chesa Arfex wurde für die Bauzeit vorübergehend entfernt und soll nach erfolgtem Aufbau wieder aufgestellt werden.

Die Herausgabe eines neuen Dictionnaires im Idiom Puter will der Vorstand mit Fr. 5'000.–unterstützen.

Sils, 20.7.2006/mr Der Gemeindevorstand