Gemeinde Sils i.E./Segl

Gemeindeverwaltung
Sils i.E./Segl
Chesa Cumünela
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7514 Sils/Segl Maria

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Ratsberichte 2005

Ratsbericht Gemeindevorstand Sils 2. Semester 2005

Zum Ende seiner Amtsperiode beschäftigte sich der Gemeindevorstand u.a. mit folgenden Geschäften:

Öffentliche Bauten

Zwei umfangreiche Bauvorhaben wurden, bis auf die Feingestaltung, zu Ende geführt: Der Neubau des seit längerem ersehnten Verkehrskreisels bei der Einfahrt von der Hauptstrasse nach Sils Maria und die Erweiterung des Forstwerkhofs bei der Talstation der Furtschellasbahn. Neben dem Kreisel wurde durch das Forstamt eine neue Fussgängerbrücke über die Sela gebaut. Sie trägt ebenso wie der Kreisel zu einer deutlich verbesserten Verkehrssicherheit an der neuralgischen Kreuzung in Föglias bei. Der Forstwerkhof bietet nach seiner Erweiterung zusätzliche Garagierungs-, Magazin- und Werkstattflächen sowie überdachte Geschosse für Schlechtwetterarbeiten und Brennholzlagerung. Die Werkgruppe hat ihr Depot ebenfalls im Forstwerkhof bezogen.
Im Parkhaus stehen neue Plakatwände für Gewerbetreibende zur Miete zur Verfügung.

Auf dem Fussweg vom Parkhaus zum Schulhaus ist beabsichtigt, im kommenden Sommer eine demontable Beleuchtung zu installieren, die bei Anlässen im Schulhaus eingeschaltet würde. Fixen Installationen sind in der Ebene aufgrund kantonaler Bewilligungsauflagen Grenzen gesetzt. Die Beleuchtung der Notausstiege vom Parkhaus zur Sportanlage Muot Marias wurde verbessert.

Für das Kutschereigewerbe wurde der Belag des Standplatzes vor der Pensiun Privata zu rund Fr. 30'000.– erneuert. Es wurde eine Bestandesaufnahme des Belagszustandes der von den Kutschen begangenen Fexerstrasse gemacht, um die Belagsschäden besser verfolgen zu können.

Der Vertrag zur maschinellen Reinigung der Gemeindestrassen mit einem privaten Unternehmer wurde um 2 Jahre verlängert, auch wurden neue Verträge zur Schneeräumung mit privaten Unternehmern im Dorf abgeschlossen.

Eine Einsprache gegen den im letzten Bericht vorgestellten Kostenverteiler für die neu erstellte Strasse zur Erschliessung des Quartiers Pas-chs und der Talstation der Furtschellasbahn wurde vom Vorstand abgewiesen, so dass der Weg für die Mitfinanzierung durch die Anstösser frei ist und diese ist von Seite der Grundeigentümer der ersten Bauetappe des Quartiers auch (gestützt auf eine allerdings erst provisorische Bauabrechnung) bereits erfolgt.

Orts- und Verkehrsplanung

Auf die öffentliche Auflage zur Revision des Quartierplanes Seglias hin, gingen diverse Änderungswünsche ein, die in Zusammenarbeit mit Planer und Anwalt behandelt werden.

Wie in der Botschaft zur Gemeindeversammlung vom 1.12.2005 ausgeführt, konnte der Gemeindevorstand nicht bewirken, dass die dienstbarkeitsmässig festgeschriebene zeitliche Befristung bis 2011 für den Standort des Baugeschäftes H. Kuhn AG in Suot Ovas aufgehoben wird und das Geschäft an seinem angestammten Ort bleiben kann. Deshalb wird als neuer Standort eine Ansiedlung in einer erweiterten Gewerbezone Föglias geplant.

Die Planungszone, die mit der Absicht der Schaffung von Bauvorschriften und der Ergreifung anderer Planungsmassnahmen, welche die Umnutzung von bestehenden Hotels einschränken oder ganz verunmöglichen und die Hotellerie fördern sollen, erlassen wurde, ist bis Dezember 2006 verlängert worden. Während der Geltungsdauer der Planungszone dürfen keine baulichen Vorkehren und Zweckänderungen bewilligt werden, welche den vorgesehenen neuen Vorschriften widersprechen oder diese beeinträchtigen könnten.

Nach Vorliegen aktueller Zähldaten des Verkehrsaufkommens im Dorf (Verkehrszählung Academia Engiadina) wurde die Diskussion um weitere Verkehrsberuhigungsmassnahmen weitergeführt. Zusätzliche Massnahmen gestalten sich schwierig, weil divergierende Interessen und etablierte Strukturen zu berücksichtigen sind und so ergaben sich noch keine Ergebnisse, die in Kürze umgesetzt werden. Die Realisierung eines im Auftrag des Vorstands vorgelegten Vorschlags für die Einrichtung einer Bushaltestelle beim Segelzentrum Sils, der Kosten hierfür von 1/4 Mio. Fr. errechnete, wurde von der Behörde als zu kostspielig erachtet.

Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung, Kehrichtentsorgung

Der Vorstand trifft Abklärungen für eine Sanierung und Optimierung der mangelhaft reinigenden Kläranlage in Plaun da Lej.

Für die Alp Muot Selvas wurde ein Fäkalientank im Boden eingelassen.

Der Vorstand erhofft sich, dass eine neu aufgestellte Infotafel auf der Kehrichtsammelstelle in Sils Maria zu besserer Ordnung und besserer Beachtung der Entsorgungsvorschriften führen wird.

Das Verwaltungsgericht stellte in einem Rekursverfahren fest, dass die Silser Gebührenordnung für Wasser, Abwasser und Kehricht das im Umweltschutzgesetz verankerte Verursacherprinzip nicht genügend berücksichtige. Deshalb hat die Gemeinde für die Fakturierung 2006 eine neue Tarifordnung auszuarbeiten (die für 2005 gestellten Rechnungen entfalten jedoch grundsätzlich Rechtskraft). Der Vorstand muss das Fazit ziehen, dass das geltende Recht mit dem Verursacherprinzip, wie es nach der richterlichen Auffassung ausgelegt wird, den berechtigten und ausgewiesenen Interessen einer Tourismusgemeinde wie Sils mit hohen fixen Infrastrukturauslagen nicht Rechnung zu tragen vermag. Im Punkt der Kehrichtgebühren hat die Gemeinde den Entscheid ans Bundesgericht weitergezogen.

Baupolizei

Der Entscheid des Vorstands, ein aufgrund früherer Einsprachen revidiertes Baugesuch für den Abbruch und den Neubau der Chesa Arfex samt Trafostation in Sils Baselgia zu bewilligen, und gegen das jüngste, revidierte Gesuch erhobene Rekurse abzuweisen, blieb unangefochten.

Bewilligt wurden sodann u.a. folgende Bauvorhaben:
H.U. Gantenbein, Umbau Lagerraum zu Kinderzimmer, Sar Antoni; F. Walther, Neubau Holzzaun Fex Curtins; Geschwister Kuhn, Umbau Personalzimmer zu Wohnungen Chesa Grischa, Sils Baselgia; Norbert Bruggmann, Ersatz Fenster Ferienhaus Grevasalvas; Parabolantenne Kath. Pfarrhaus; Neubau Tiefgaragen in Fex Curtins und Hotel Villa Mira Margna (weiterhin nicht entschieden ist bezüglich Villa Mira Margna eine Auflage der Gemeindebaubehörde zur Nutzung als Hotelbaute)
Wegen Nichteinhaltens der bewilligten Pläne wurde bei einem Neubau ein Baustop verhängt. Weiter wurde der Rückbau eines nicht gesetzeskonformen Weihers verlangt.

Holzheizungen gaben wiederum zu Beanstandungen wegen Luftverunreinigungen Anlass.

Personalwesen

Linard Battaglia wurde als neuer Verwaltungsangestellter gewählt. Er tritt im Mai die Nachfolge von Reto Fümm an, der sich beruflich neu ausrichtet.

Im Forstamt wurde Adriano Coretti als neuer Lehrling gewählt. Pascal Murbach wird nach erfolgreichem Lehrabschluss neuer Forstwart.

Pascal Buri wurde zum neuen Beauftragen für den baulichen Zivilschutz ernannt.

Die Lawinenkommission wurde neu bestellt und ihr ein neues Reglement für ihre verantwortungsvolle Tätigkeit gegeben. Es gehören ihr Frank Courtin, Philipp Hägeli und Curdin Vincenti an.

Tourismus

Etliche Vorstandsmitglieder liessen sich anlässlich einer vom Verkehrsverein organisierten Studienreise nach Serfaus, im nahen Österreich von neuen Eindrücken für ihre Amtstätigkeit inspirieren.

Der Furtschellasbahn wurde die Bewilligung erteilt, in der Alp Prasüra probehalber einen Gastwirtschaftsbetrieb zu führen. Nach gewonnenen Erfahrungen dieses Winters soll eine definitive Bewilligung erwägt werden.
Wie in den letzten Jahren wurden das Nietzschekolloquium und das Altjahreskonzert des Symphonieorchesters mit Beiträgen unterstützt. Weiter sprach der Vorstand einen Beitrag von Fr. 20'000.– an das neue Nationalparkhaus in Zernez.

Diverses

Im Zuge der Revision des kantonalen Gesetzes über die politischen Rechte, hat die Gemeinde Sils auch neue Urnenöffnungszeiten bei Volksabstimmungen eingeführt: Donnerstag und Freitag 16.30 bis 17.30 Uhr, Sonntag 9 bis 10 Uhr
In der Chesa Cumünela hat sich neuerdings ein Second-Hand-Kleiderladen unter der Leitung von Frau Marlys von Allmen eingemietet.

Die Bushaltestelle „Baselgia posta“ wird auf Wunsch der Busbetriebe nach der Schliessung der Poststelle in „Baselgia Dotturas“ umbenannt.

Auf Veranlassung durch die Geschäftsprüfungskommission schickte sich die Behörde an, die Strukturen der Führung des gemeinsamen Forstbetriebes mit der Gemeinde Silvaplana anzupassen.

Der Kauf zweier Waldparzellen, zu dem die Gemeindeversammlung im September grünes Licht erteilt hatte, liess sich nicht realisieren, da sich die Bodenbesitzer anders besannen.

Die Gemeinde plant, kommenden Sommer zusammen mit der Gemeinde Stampa den Fischereiverein Silsersee bei einer Seereinigung finanziell zu unterstützen. Die Gemeinde Sils liess der Gemeinde Susch im Umfang von rund Fr. 5'000.– Unterstützung bei der Bewältigung des Unwetters von vergangenem September zukommen, teilweise in Form von Entsendung von Feuerwehreinsatzkräften.

In der Angelegenheit der Fusion der Feuerwehren der Seenregion des Oberengadins gelangte man unter den Gemeindepräsidenten und den Feuerwehrkommandanten zum Schluss, vorderhand nur ein Zusammengehen der Wehren von Maloja bis Silvaplana, ohne Champfèr, anzustreben und diesen Verbund zunächst für zwei Jahre ohne formelle Verbandsgründung und Vertragsabschluss im Probelauf funktionieren zu lassen. Die Ortschaft Champfèr soll als ganzes feuerwehrmässig der Feuerwehr St. Moritz angeschlossen werden. Die Feuerwehrkommissionen von Sils und Silvaplana werden demnächst ihre abschliessende Stellungnahme und Empfehlung zu dieser angepassten Ausgangslage für eine Fusion abgeben.

Die Gemeindebehörde sagte dem Informatikausbildungszentrum in Samedan die kommunale finanzielle Unterstützung bis zum Jahr 2010 im Umfang von rund 5000.– Fr. jährlich zu.

Sils, 4.1.2006/mr Der Gemeindevorstand

Ratsbericht Gemeindevorstand Sils 1. Semester 2005

Öffentliche Bauten

Eines der Hauptgeschäfte, mit welchem sich die Behörde in letzter Zeit und noch bis ins nächste Jahr befasst, ist der begonnene Um- und Anbau des Schulhauses Champsegl. Für dieses Projekt hatte der Souverän noch im alten Jahr Gelder von Fr. 3.5 Mio. bewilligt. Die Arbeiten verlaufen planmässig, die Kosten sind momentan im Griff und der Vorstand ist, wie die für den Bau gebildete Kommission, mit der sich eine gute Zusammenarbeit gestaltet, gespannt auf die Entstehung des neuen Anbaus mit Glasfassade. Die Vollendung des An- und Umbaus ist auf Beginn des Schuljahres 2006/07 vorgesehen. Ausser Plan entschloss sich der Vorstand im Zuge der Bauarbeiten den 30jährigen Turnhallenboden zu rund Fr. 80'000.-- mit Mitteln des budgetierten allgemeinen Gebäudeunterhalts zu ersetzen. Der Ersatz drängte sich auf, um für die neuen Unterrichtslokale im Untergeschoss eine bessere Schallisolation zu erhalten und weil der bestehende Boden nach 30 Jahren doch strapaziert war.

Die Bauarbeiten für den zweiten Hochbau, an den sich die Gemeinde dieses Jahr macht, die Erweiterung des Forstwerkhofs bei der Talstation der Furtschellasbahn, schreiten ebenfalls plangemäss voran. Der Aushub ist abgeschlossen, die Fundamente sind gegossen.

Der Umbau des Segelzentrums am Silvaplanersee konnte unter Einhaltung des Kredits von 420'000.-- abgeschlossen werden. Demnächst wird das Segelzentrum seinen ersten Grossanlass nach dem Umbau erleben: die Weltmeisterschaften der Optimisten-Segeljollen.

Für die neu erstellte Strasse zur Erschliessung des Quartiers Pas-chs und der Talstation der Furtschellasbahn wurde der Kostenverteiler eröffnet. Von den Baukosten von rund 1.6 Mio. Fr. sollten an die Gemeinde in einem ersten Schritt noch dieses Jahr rund 400'000.-- Fr. von Seiten der Grundeigentümer der 1. Bauetappe des Quartiers und von der Furtschellasbahn zurückfliessen. Sobald die zweite Etappe zur Überbauung frei wird (momentan aufgrund der Quartierplanvorschriften für das Jahr 2011 vorgesehen, die Gemeindeversammlung kann frühere Freigabe beschliessen), sollte nochmals ein ca. gleich hoher Betrag eingehen.

Die beabsichtigte Erneuerung der Strasse im Weiler Crasta wurde nach einer Sitzung mit den Anstössern auf 2006 vertagt.

Für die Sanierung des an der Liegenschaft Mira Margna vorbeiführenden Alpweges zur Alp Prasüra wurde ein Betrag von Fr. 11’000.-- freigegeben.

Beim Kinderspielplatz Muot Marias wurde zu Fr. 19'200.-- ein neuer Belag anstelle des bisherigen Kiesbelags erstellt.

Im Parkhaus wurden zu rund Fr. 12'000 Revisionsarbeiten an der Barrierenanlage und dem Kassasystem ausgeführt. Der Vorstand konnte sich nach technischen und finanziellen Abklärungen nicht dazu entschliessen, das Parkhaus auch zum Bezahlen der Parkgebühren mit Kreditkarte einzurichten.

Die Gemeinde wird sich für ihre Parkplätze in der Tiefgarage Seglias I an der im Gange befindlichen Dachsanierung zu beteiligen haben (Kostenpunkt: ca. Fr. 35’000).

Wasserversorgung

Zur Erneuerung der Fernwirkanlage der Wasserversorgung werden dieses Jahr rund Fr. 130'000.-- aufgewendet werden.

Die Ortung und Behebung eines Wasserleitungsbruchs in Curtins bereitete Ende Februar grosse Probleme und grösseren Aufwand. Nach der Reparatur ist vorgesehen, prioritär die Leitung zwischen Hotel Fex und Vals zu sanieren, die Sanierung der Leitungen im Fextal im breiten Rahmen wird über die nächsten Jahre einige Hunderttausend Franken kosten.

Ortsplanung

Nach der deutlichen Zustimmung des Volkes zur Initiative zur Beschränkung des Zweitwohnungsbaus im Oberengadin, stellte sich für die Gemeindebehörden im Kreis die Frage nach den zu treffenden Massnahmen. Der Silser Gemeindevorstand konnte mit einer gewissen Befriedigung feststellen, dass die Gemeinde Sils mit dem verabschiedeten kommunalen Kontingentierungsgesetz ganz auf der Linie der Forderung der Initiative liegt. Das Gemeindegesetz lässt die jährliche Erstellung von Zweitwohnungen im Umfang von zwischen 600 bis 800 m2 Bruttogeschossfläche zu, die Gemeindeversammlung setzt das Mass innerhalb dieser Bandbreite jährlich fest. Es drängte sich daher für die Gemeinde Sils nicht auf, mittels einer Planungszone eine Bremse zu ziehen, damit nicht die Forderungen der Initiative vor deren Umsetzung in Rechtsnormen unterlaufen werden können.

Für die Gemeindebehörde stellt momentan die Schaffung von planerischen Bestimmungen zur Verhinderung der Umnutzung von Hotels die grössere Knacknuss dar. Gegen erste in dieser Hinsicht von der Gemeinde unternommene Schritte wurden bereits zwei Gerichtsprozesse angestrengt. Unter den Oberengadiner Gemeindepräsidenten wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, die Lösungsvorschläge aufzeigen soll.

Der Vorstand liess nach der Umfrage in der Bevölkerung zur Führung des Busverkehrs im Dorf (vgl. zum Resultat Ratsbericht vom Feb. 2004) in der vergangenen Wintersaison durch Studenten der Academia Engiadina zwei Verkehrszählungen in Sils Maria zur Gewinnung von Fakten durchführen und diesen Sommer werden nochmals zwei Zählungen durchgeführt werden. Die ersten Erhebungen zeigen, dass der Verkehr der Einheimischen („GR“-Fahrzeuge einschliesslich Lieferanten, Handwerker, öff. Verkehr) während der Woche jenen der Feriengäste übertrifft und am Samstag hinter den Gästefahrten nicht weit zurücksteht.

Im Rahmen der Planung zur Erweiterung der Gewerbezone in Föglias bemüht sich der Vorstand, die bis zum Jahr 2011 vertraglich festgesetzte Befristung des Standortes des Baugeschäftes Kuhn in Suot Ovas abzulösen, um damit die Erweiterungsfläche für die Gewerbezone in Föglias kleiner halten zu können. Zu diesem Zweck lud er Anfang Juni Vertreter der Vertragspartner (Bund, Kanton und Stiftung Landschaftsschutz), zugunsten derer diese Befristung im Zuge der Unterschutzstellung der Silserebene aufgestellt worden war, zu einem Augenschein nach Sils ein. Die Vertragspartner haben sich noch nicht vernehmen lassen, ob sie die Ansicht des Vorstandes teilen, dass aus Landschaftsschutzgründen der bisherige Standort vorteilhafter ist, oder ob raumplanerische Prinzipien entgegenstehen. Im Weiteren wurden die Augenscheinteilnehmer für das Anliegen sensibilisiert, dass privater wie öffentlicher Bedarf für eine unterirdische Tiefgarage in Sils Baselgia bestehen würde.

Die Revision des kantonalen Raumplanungsgesetzes bzw. der dazugehörigen Verordnung, die im November inkraft treten werden, wird verschiedene Änderungen des Gemeindebaugesetzes bedingen.

Die in Aussicht gestellte Revision des Quartierplans Seglias (vgl. Ratsbericht vom August 2004) sollte noch diesen Sommer zur öffentlichen Auflage gelangen.

Private Bauvorhaben

Bewilligt wurden folgende Bauvorhaben:
M. & F. Salis, Einbau Wohnung in Stall, Fex Curtins; F. Vischer und J. Stumm, Ausbau Dachgeschoss Chesa Lagrev, Sils Maria; Reklametafeln Fainera-Sport und Guadagnini Coiffure, Sils Maria; Revision und Trasseeverbesserungen Skilift Rabgiusa Furtschellasbahn; G. Coretti, teilweise Umnutzung Kutscherunterkunft Vignas in nichtlandwirtschaftlichen Wohnraum; Fassadenrenovation Hotel Edelweiss; Zimmerrenovationen Hotels Margna und Waldhaus; Türausbruch von Chesa Arch San Martin in Tiefgarage Seglias I; StWEG Chesa Belvair, Umbau Chesa Belvair, Sils Maria; F. Kudsi, Umbau Hotel Villa Mira Margna (gegen die erhobene Auflage zur Hotelnutzung ist ein Rekurs hängig).

Die Betreiber einer Holzheizung im Dorf, betreffend derer es zu Reklamationen wegen Rauchemissionen kam, fassen bauliche Verbesserungsmassnahmen ins Auge.

Personelles

Nico Walder schloss seine Lehre auf der Gemeindekanzlei als kaufmännischer Angestellter erfolgreich ab. Ab August wird Prisca Giovanoli aus Stampa ihre Ausbildung zur Kauffrau auf der Kanzlei beginnen.

Die bisherigen nebenamtlichen Liegenschaften-Gemeindeschätzer, Pascal Buri und Thomas Zellweger, wurden in ihren Ämtern bestätigt.

Ursula Giger aus Silvaplana amtiert neu anstelle von Erica Rominger, die demissionierte, als Delegierte der Gemeinden Silvaplana und Sils im Spitex-Verein Oberengadin.

Der Revierförster erhöhte das Arbeitspensum seiner Aushilfe auf dem Büro der Forstverwaltung im Rahmen des bewilligten Budgets auf 20%.

Mit den Ölfeuerungskontrollen in der Gemeinde ist neu Kaminfegermeister Franco Giovanoli aus Borgonovo beauftragt worden. Er löst René Zobrist ab.

Die Bündner Kurortsgemeindeschreiberkonferenz tagte Anfang April in Sils.

Gemeindevorstand Ming hat bekanntgegeben, dass er bei den kommenden Vorstandswahlen Ende Jahr nicht wieder kandidieren werde.

Der Gemeindekassierin wurde ein unbezahlter Fortbildungsurlaub für rund zwei Monate gewährt.

Diverses

Der Gemeindevorstand war zur Gründungsversammlung der neu gebildeten Interessengemeinschaft „Pro Baselgia“ eingeladen, die die Wahrung der Interessen der Fraktion verfolgt. Mit einem Anliegen ist die Gemeinschaft bereits durchgedrungen: Die Kirche San Lurench in Sils Baselgia erstrahlt seit neuem abends in dezentem Scheinwerferlicht.

Künstler Del Bondio erstellte je ein Buch mit den Namen und den Lebensjahren der auf dem Friedhof in Baselgia und dem Friedhof in Crasta Bestatteten, die in den Kirchen zur Auflage kommen.

Der Gemeindevorstand entsprach einer Anfrage des Schulrates um Fortführung eines Stützunterrichts für Romanisch für Kindergärtner im Umfang von rund 80 Stunden im kommenden Schuljahr durch Kindergärtnerin Madlaina Giovanoli Schaltegger.
Der Vorstand spendete 5'000.-- Fr. für die Hilfsaktion der Glückskette zur Flutkatastrophe in Südostasien. Mit Beiträgen unterstützt wurden weiter unter anderem die White-Turf-Pferderennen auf dem St. Moritzersee, ein Konzert des Engadiner Kammerchors, eine Samariterlehrerausbildung des Samaritervereins Sils-Silvaplana, das Freizeitangebot Ferienspass und das Sommerlager der Silser Schüler.

Ein Jahresmieter eines Ferienhauses im Fextal ist mit einem Rekurs gegen die durch die Gemeinde erfolgte Ablehnung einer Fahrbewilligung für die Fexerstrasse vor Verwaltungsgericht nicht durchgedrungen.

Zwischen Sils Baselgia und Maloja wurde ein Elektrokabel im See verlegt.

Der Forstbetrieb verfügt neu über einen Gebraucht-Hubstapler.

Für den Verkauf von Grill-Poulets ab einem Verkaufswagen alle zwei Wochen auf dem Fainera-Parkplatz wurde die Erlaubnis erteilt.

Bei der Kehrichtentsorgung zeigt sich das altbekannte Problem, dass Spezialabfälle auf der Sammelstelle nicht sauber getrennt abgelagert werden. Auch halten sich einzelne Personen in der Verwendung der vorgeschriebenen Gebinde und bei der Sperrgutentsorgung nicht an die Regeln. Offenbar stösst der freiheitliche Staat mit seinem Bild des Verantwortlichkeitssinn für die Allgemeinheit zeigenden Bürgers an gewisse Grenzen.

Der Gemeindevorstand liess sich zur geplanten Revision des kantonalen Gemeindegesetzes in verschiedenen Punkten ablehnend vernehmen. Es betraf dies einerseits solche Bestimmungen, die Gemeindeautonomie und die Gemeindebefugnisse beschneiden würden und anderseits jene Bestimmungen, mit denen mit dem neuen körperschaftlichen Institut der Region als eine zusätzliche Staatsebene neben Gemeinden, Kreis und Kanton eine Aufblähung des Staatsapparates erfolgen würde.

Die Geschäftsprüfungskommission beanstandete, dass nicht mit allen Schneeräumungsunternehmern schriftliche Verträge vorlägen. Von privater Seite wurde kritisiert, dass die Schwarzräumung im Fextal vergangenen Winter zu früh erfolgt sei.

Sils Maria, 5. Juli 2005/mr Der Gemeindevorstand